

Anfang der 90er Jahre wurde im Zuge einer europäischen Gesetzgebung die Trennung von Netz und Betrieb beschlossen. Dieser Grundsatz wurde in Deutschland 1993 durch die Entscheidung zur Bahnreform übernommen. Seitdem muss der Betrieb des Schienennetzes und der Betrieb des Bahnverkehrs getrennt voneinander erfolgen. Verantwortlich für das Schienennetz in Deutschland ist die DB Netz AG. Diese agiert getrennt von den übrigen Geschäftssparten der DB. Damit soll die Trennung von Schiene und Betrieb in Deutschland realisiert werden.
Vorteile:
Nachteile:
Wie durch die Bahnreform beabsichtigt, hat sich der Wettbewerb auf der Schiene vergrößert. Durch die hohen Markteintrittsbarrieren ist dieser Wettbewerb aber noch nicht über dem gesamten Spektrum des Gütertransportes vertreten. Deutlicher Wettbewerb ist vor allem bei den sogenannten Ganzzügen, im kombinierten Verkehr, zu beobachten. Hier werden für komplette Züge mit einem festem Abgangsort und einem festen Ankunftsort regelmäßig, lange im voraus Slots gebucht. Die Bestückung des Zuges mit Gütern erfolgt dann praktisch im Anschluss.
Beim Einzelwagenverkehr (EWV) sieht die Realität derzeit noch anders aus. Hier ist die DB absolut dominant. Bedingt durch die hohen Kosten, die langen Transportzeiten und fehlenden Flexibilität des Geschäftsmodells ist diese Dominanz derzeit verständlich.
Aus technischer Sicht gibt es beim Schienenverkehr einige Merkmale die vor allem den internationalen Verkehr stark beeinflussen. Exemplarisch seinen hier 3 genannt.
Aus deutscher Sicht sind Bahntransporte in Richtung Westen von den Spurweiten her eher unproblematisch. Vorrangig gibt es in Europa die Normalspur. In Russland, Finnland, der Ukraine, Litauen, Lettland und einigen anderen ist hingegen die Breitspur vertreten. Im Hafen Sassnitz (Rügen) ist es möglich Bahnwaggons mit Breitspur zu beladen und per Fähre nach z.B. Russland zu schicken. Damit gibt es eine Möglichkeit eine Umladung der Ware bzw. Umladung des Waggons im Ausland zu umgehen.
Im Hinblick auf die Stromsysteme sind die Unterschiede innerhalb Europas schon größer. Es gibt 5 Stromsysteme die vor allem nationale Ausprägungen haben. Daneben ist der Süden Englands/Wales zu nennen, der nicht elektrifiziert ist und somit nur mit Dieselantrieben zu befahren ist. Generell muß darauf geachtet werden, dass in Güterterminals Stromleitungen eher hinderlich sind. Die über den Zügen verlaufenden Stromleitungen machen eine Beladung per Kran, etc. unmöglich. Das Einfahren in Terminals muss also ebenfalls mittels Dieselantrieben geschehen.
europäische Stromsysteme, Quelle leider unbekannt.
Weiterhin sind die unterschiedlichen Zugsicherungssysteme zu beachten. Zum einen gibt es das System der Streckenblöcke. Bildlich gesprochen und stark vereinfachend kann man sagen, dass zwischen allen Signalen (so eine Art Ampel) ein Block ist. Befindet sich kein Zug zwischen den Signalen ist der Block frei. Befindet sich ein Zug oder ein Teil eines Zuges darin, ist der Block gesperrt und darf von keinem anderen Zug befahren werden.
Neben diesem eher räumlichen System gibt es technische Systeme die mehr oder weniger in der Lage sind direkten Einfluss auf den Zug zu nehmen. Aktuell gibt es eine Vielzahl dieser Systeme, die sich neben ihrer durchaus guten Funktion als Sicherungsmittel vor allem dadurch auszeichnen, dass sie untereinander nicht kompatibel sind. Dieses Problem soll die Einführung eines einheitlichen europäischen Sicherungssystems namens ETCS lösen.
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