

Immer wieder liest man, dass die Lagerung von Waren möglichst vermieden werden soll. Die Gründe dafür sind verschieden. Angefangen von hohen Kosten durch zum Beispiel hohe Kapitalbindung bis hin zu erhöhtem administrativem Aufwand durch die Lagerverwaltung.
Das ist alles richtig. Aber eben leider nicht die ganze Wahrheit. Die Transportwege haben sich in der Vergangenheit stark ausgeweitet. Völlig selbstverständlich kommen DVD-Player aus Asien, Obst - Gemüse und Fleisch unter anderem aus Südamerika. Während man als Kunde durchaus bereit ist auf das neue Auto ein wenig zu warten, kommt das bei Lebensmitteln oder dem neuen Fernseher nicht in Frage.
Um Wartezeiten für den Kunden zu vermeiden, ist man innerhalb der Versorgungskette also durchaus auf Lagerstandorte in verschiedensten Formen angewiesen. Die dabei verwendeten Lagerformen und die Wahl des Lagerbestandes müssen aber so gewählt werden, dass bei geringen Kosten optimaler Nutzen erzeugt wird. Genau hier liegt die Herausforderung.
Die Lagerung der eigenen Güter muss nicht immer unter Eigenregie, mit eigenem Personal auf eigenem Grund oder aber bei einem externen Lagerdienstleister abgewickelt werden. Eine Mischform dieser beiden stellt das Konsignationslager dar. Es ist eine Art Zentrallager eines Zulieferers, dass in der Nähe des Kunden (zum Beispiel auf dessen Gelände) angesiedelt ist und meist von einem externen Dienstleister betrieben wird. Die Lagergüter verbleiben solange im Eigentum des Zulieferers bis der Kunde die Ware tatsächlich aus dem Lager entnimmt.
Eine Sonderform des Konsignationslagers ist das Lieferanten-Logistik-Zentrum (LLZ). Dort werden die Waren verschiedener Zulieferer gelagert die alle für den gleichen Hersteller bestimmt sind. Auch hier ist der Eigentumsübergang erst bei Auslagerung.
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